Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Letztes Feedback



http://myblog.de/theluckydude

Gratis bloggen bei
myblog.de





Die Great Ocean Road - Teil 1

Die Great Ocean Tour

Es war Sonntagmorgen (21.12), 7Uhr in der Früh als ich wieder einmal anfing mein Hab und Gut mühselig in den Taschen zu verstauen und einem weiteren Zimmer des Greenhouse Backpacker den Rücken zuzukehren. Doch anders, wie es zuvor immer der Fall war, ging es nicht in einen anderen “Dorm-room” oder womöglich in ein anderes Hostel dieser Stadt. Nein! Es ging in die Wildnis. Weg von diesem öden Hostel, weg von dieser tristen Stadt, der ich leider Gottes schon viel zu viel Zeit gewidmet habe. Endlich einmal wenigstens für 34 Std. dem Alltagstrott entkommen, denn so lange würde unsere Reise entlang der australischen Südküste dauern.
Um 8 Uhr traf ich dann Markus und Betty oben im Aufenthaltsraum. Wir aßen schnell etwas zum Frühstück und gingen dann los Richtung "Metro-Car" Autovermietung. Bewaffnet waren wir nur mit nötigstem. Selbst ich ließ meine Gitarre in der Obhut des Hostels zurück und war bloß mit einem Rucksack und einer Kühltasche für die “Fressalien” losmarschiert.
An der Autovermietung angekommen, schnell nur noch den Vertrag unterzeichnet, das Geld überwiesen und den Schlüssel in Empfang genommen. Fertig! Nun ging es endlich los. Die Straßen waren wie leer gefegt. Kaum Autos, noch weniger Passanten. Aber was sollte man an einem Sonntag schon erwarten?!

Der Himmel klarte über uns auf und es schien ein wunderschöner Tag zu werden. Ich drehte gerade den Zündschlüssel als Markus mich plötzlich fragte: “Aber du bist doch schon mal im Linksverkehr gefahren, oder?” Ich schüttelte den Kopf und Markus weitete leicht nervös seine Augen.
Wir mussten leider auf ein kleines Auto mit manueller Schaltung ausweichen, was die Sache an sich schon mal interessant machte. Konnte man mit links genau so gut schalten wie mit der rechten Hand? Dazu kam dann, dass ich als Einziger fahrberechtigt war, denn Markus war jünger als 21 (20) und Betty besaß keinen intern. (vielleicht auch überhaupt keinen) Führerschein. Habe ich außerdem erwähnt, dass wir einen Vertrag abgeschlossen haben, bei dem wir bei einem Unfall einen erhöhten Beitrag bezahlen hätten müssen, für den Markus aufgrund seiner eingereichten Kreditkarte aufgekommen wäre?
Nun ja, halt alles ganz abenteuerlich…..
Der Motor summte und ich suchte den Druckpunkt der Kupplung.
Hoppla! Man war der Spielraum knapp bemessen. Die ersten Meter verliefen ein wenig holprig sehr zum Leidwesen von Markus Nerven. Bald darauf hatte ich mich aber schon an die Gegebenheiten des Autos gewöhnt, was uns aber leider nicht dabei half, den richtigen Weg zu finden. Nach einer kleinen Odyssee durch Melbournes City-Centre fuhren wir dann aber auf den Highway und damit Richtung Torquay, dem Startpunkt der Great Ocean Road!
Nach einigen Kilometer suburbaner Regionen umgab uns dann nur noch Farmland und australische Steppe. Ein herrliches Gefühl. Gekrönt wurde das Ganze von der munter scheinenden Sonne, die zumindest zu diesem Zeitpunkt kein Wölkchen zu Fürchten hatte.
Nach einer guten Stunde Fahrtzeit auf dem Highway waren wir nun in Torquay angekommen und liefen zunächst einmal eines der Informationszentren der G.O.R. an. Dort ließen wir uns einen Einblick in die Sehenswürdigkeiten der Strecke und Kartenmaterial geben. Im gleichen Ort wurde dann auch das erste Proviant gekauft. Hauptsächlich bestand unsere Verpflegung aus Keksen und Wasser. Was braucht man mehr?!
Bald darauf stellten sich auch die ersten Probleme im linken Straßenverkehr ein. So stöhnte ich empört über eine ziemlich enge und scharfe Einfuhrschneise eines Kreisverkehrs, worauf mir Markus antwortete, dass ich beim nächstem Mal auch bitte einfach andersherum fahren solle. *lol*


Der Strand in Torquay machte dabei schon ordentlich Hunger auf  “Mee(h)r”!

 



Die Straße führte uns dann zunächst durch einige meerferne Trockenwälder bis wir dann auf die ersten Aussichtspunkte stießen.


Bekannt ist dieses Gebiet auch als Bells Beach. Einer der berühmtesten Surfstrände Australiens. Allerdings war es für das Surfen noch ein wenig zu kalt um sich ohne Neoprenanzug in die Fluten zu stürzen. Den surfbegeisterten Markus gefiel das gar nicht.

 

 

Danach ging es für ein Picknick weiter nach Anglesea. Auf dem Golfkurs der Stadt sollte es angeblich nur so vor Kängurus wimmeln. Unter dem Schutz eines Baumes schmausend wurden wir dann fündig. Eine Kängurumama kam samt Kids kurz an uns entlang gehoppelt. das war es aber auch schon...

Soviel zu den angeblich tausend K’s dieses Platzes. Allerdings mischten sich auch noch andere interessante Wesen, die die Weihnachtszeit hervorgelockt hatte, vertröstend unter die normale Fauna dieses Areals.

 

Nun ging es kilometerweit entlang der Küste. Ein ins Meer ragender Landzipfel jagte den Nächsten und ich fühlte mich auf der kurvenreichen Straße wie an der Riveria!
Was nicht zuletzt auch an den elegant am Abhang situierten Luxusvillen lag, die zwischendurch das Bild säumten. Angesichts dieser Strände war das aber auch nur wenig verwunderlich, dass es die Menschen hierher zog.

 

In Lorne musste ich plötzlich auf Markus Geheiß eine Vollbremsung machen. Was war passiert? Man muss dazu erklären, dass Markus ein Kunstfan ist und sich auch in Bereichen Street-art ziemlich gut auskennt. So fand er plötzlich diese Art-Work an einem Eiskaffee. Gezeichnet wurde es von einem Künstler, der sich Ghostpatrol nennt. Das hier zusehende Kunstwerk gibt es dabei nur 2 mal weltweit und dementsprechend war Markus Freude groß und seine Kamerahand schnell am Drücker als er es fand.


 

Kann sich auch im Seitenspiegel sehen lassen: Der Markus

 

Von Lorne ging es extra für mich wieder ein wenig landeinwärts um die “Erskine Falls” zu sehen. Einer der höchsten Wasserfälle der Otway Region.

 

Die Fahrt mündete schnurstracks in einem kleinem Tal, wo sich auch ein Wanderfahrt durch die Botanik schob. Aufgrund der unglaublich "wilden Wildnis" musste er mit Warnhinweisen versehn werden! :D

 

Nach einem kurzen Fußmarsch erreichten wir dann auch schon den Wasserfall, der sich pittoresk entlang einiger Felsen ergoss. 

 

Weitere ca. 200 Stufen tiefer bot sich uns dann nun dieses "berauschende" Bild

 

Es folgten darauf einige weitere Fotos, die euch nicht enthalten will. Auch für das Gruppenfoto war leicht gesorgt, so fanden sich selbst an diesem etwas entlegen Platz ein paar Deutsche, denen man mal schnell die Kamera in die Hand drücken konnte.

Ihr denkt, ich habe einen Gottkomplex?! Ich bin GOTT! :P (Mein Gedanke zum nächsten Foto *fg*)




 

Da ist schon was wahres dran, Herr Lennon!

 

Zurück an der Küste schwang das Wetter leider um und es fing an sich zuzuziehen.


 

Es ging wie gehabt immer weiter entlang der Küste.

 

Doch gegen Hunger und Schwächeerscheinungen hatten wir ja zum Glück unserer Proviant und unsere Proviantmeisterin auf dem Rücksitz, die uns versorgte.

 

Mmmmh Kekse

 

Auch Markus gefiel die ausgewogene Ernährung sehr ;P

 

Das nächste Ziel war Kennett River. Angeblich ein Eldorado für Koalasucher, dabei zeigte sich die Vegetation zunächst nur dorr und kahl.




Dennoch wollten wir es uns nicht nehmen lassen mal auf einen Sprung vorbeizuschauen...

 

... und nach einigen Metern, die ersten Laute!!! Oh Gott, dass sollen Koalas sein?! Die hören sich ja schrecklich an. Auf einem Ast sahen wir dann den Ersten sitzen.



Als ich mich ein wenig auf ihn zu bewegte, sah ich plötzlich einen Zweiten auf dem Boden sitzen, der dann ganz gemächlich davon trottete.



Aber Achtung!!! Andere Backpacker machten auch andere Erfahrungen mit diesen kleinen Biestern, bei denen diese sich als ziemlich flinke Bodentiere entpuppten!
2 Koalas? Soll das schon alles gewesen sein? (*dummes Gesicht mach*)



Markus schlug ein kleinen Wettkampf vor: Wer findet wohl die meisten Koalas?
Stand bei Spielstart: Benni 2, Markus 0, Betty 0

Bald darauf machte ich die Entdeckung: 3 Koalas auf einen Strich!



Der dritte fiel uns erst etwas später auf, denn es war nur ein sehr kleines süßes Koalajunges.



Die Situation stellte sich bald als solche heraus, dass das brunftige Männchen am unteren Stamm, das Koalaweibchen oben am Ast begatten wollte.



Diese kommentierte das Verhalten des Männchen mit argwöhnischen Brummen, denn sie fürchtete um ihr Junges, welches das böse Männchen wohl in seinem Begattungswahn verstoßen würde.



Auch auf den höchsten Baumgipfeln, fanden diese schwerfälligen Tiere anscheinend sicheren Halt.




Das Naturschauspiel an diesem so unscheinbar wirkenden Pfad übermannte Markus und mich sichtbar.




Auf dem Rückweg fanden wir als Krönung auch noch einige Kakadus vor. Herrlich!




Auch die sehr schön gelegenen Häuser fanden die Beachtung von Markus Kamera





Sowie mein Rücken….




Wieder einmal ging es entlang an der immer rauer und wüster wirkenden Küste nach Apollo Bay, unserem Etappenziel für den heutigen Tag.




 

Dort feiert wir unsere Flucht aus der Metropole mit einem BBQ im Park...

 

...und später einem Weinchen am Strand. Wir parkten unser Auto einfach am Straßenrand und gingen dann an den Strand um noch einmal dem Sternenhimmel zu frönen. Dabei fanden wir einige seltsame Zeitgenossen im Dämmerungslicht vor, die plötzlich das weite suchten. Später kamen dann noch einige Nachtspaziergänger mit Taschenlampen am Strand entlang. Alles sehr merkwürdig. Wir beschlossen deshalb nach unserem Rotwein die Szenerie zu verlassen und es in unserem “Luxusschlitten” bequem zu machen. Ich sag nur Lehne nach hinten und Gute Nacht!!!

 


 

---> weiter geht's auf Seite 2

 

Seid gedrückt!!! Gruß euer Benni

17.2.09 04:26
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung